NEUERÖFFNUNG HOSPIZ CHRISTOPHORUS SCHMELZ 

 

HOSPIZ 

NEUERÖFFNUNG HOSPIZ CHRISTOPHORUS SCHMELZ 
 

Menschen bedürfen einer palliativen Versorgung an ihrem Lebensende, damit ein Menschenleben in Würde, unter Wahrung der Autonomie und unter so wenig Leid und Qual wie möglich zu Ende gehen kann.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert die Palliativmedizin folgendermaßen:

Palliativmedizin ist die ganzheitliche Behandlung, Pflege und Fürsorge für Patienten mit unheilbaren Krankheiten. Die Aufgaben sind, Schmerzen und belastende Symptome zu lindern und eine Stütze bei psychischen, sozialen und existentiellen Problemen zu geben.“

Für jeden Menschen in den letzten Monaten seines Lebens sind diese hier umrissenen Themenbereiche relevant und in unterschiedlicher Intensität als Bedürfnisse vorliegend. Palliativversorgung ermöglicht durch Setzung der Rahmenbedingungen des Sterbens für jeden Sterbenden die Chance, seinen jeweils eigenen Weg in den Tod hinein zu gehen. 

Nur der Sterbende weiß, was für ihn der richtige Weg ist. Palliativversorgung ist daher nicht standardisierbar, sondern eine höchst individuelle Versorgungsform.

Die Palliativversorgung in Wohnortnähe und die Wünsche der Patienten stehen dabei immer im Mittelpunkt. Grundlegende Anforderungen sind für die Bereitstellung von Palliativversorgung relevant:

·       Vorausschauende Planung

·       Kontinuität der Versorgung

·       Verfügbarkeit der Versorgung

·       Bevorzugter Ort der Versorgung

Die drei Ebenen der ambulanten Palliativversorgung „Allgemeine Ambulante PalliativVersorgung (AAPV)“, „Spezialisierte Ambulanten PalliativVersorgung (SAPV)“ und das „Stationäre Hospiz“ müssen alle in der Region vorhanden sein und in Abhängigkeit von gesundheitlicher Situation, individuellem Anspruch und sozialem Umfeld des Patienten zur Verfügung stehen.

Dies aufgreifend rundet die Hospiz Christophorus gemeinnützige GmbH zusammen mit der Öffentlichkeit und Politik durch die Errichtung eines stationären Hospizes für die Region Schmelz und Umland das palliative Angebot ab.

 

HOSPIZ CHRISTOPHORUS

Der Begriff Hospiz kommt vom lateinischen Wort „hospitium“ für Herberge und bezeichnet eine Einrichtung, in der unheilbar kranke Menschen in der letzten Phase ihres Lebens begleitet und versorgt werden.
Aufgenommen werden Menschen, bei denen ein Krankenhausaufenthalt nicht erforderlich und eine angemessene Betreuung zu Hause durch die Familie oder im Pflegeheim nicht möglich ist. Mit dem Begriff Hospiz werden aber nicht nur formale Strukturen bezeichnet. Hinter der Hospizbewegung steckt ein inhaltliches Konzept, das körperliche, seelische, soziale und spirituelle Dimensionen beschreibt. 
Im Hospiz ist der Mensch nicht „Patient“,sondern „Bewohner“ oder „Gast“. Er soll sein Leben möglichst in seinem Rhythmus und nach seinen Gewohnheiten gestalten können. Dazu gehört auch, dass z. B. berufstätige Angehörige auch abends zu Besuch kommen (wenn der Gast dies möchte). Im Hospiz- Christophorus können Angehörige auch in speziellen Gästezimern oder ggf. im Zimmer des Bewohners übernachten.

Lage :

Im Saarland gibt es zur Zeit  vier stationäre Hospize und ein spezielles Kinderhospiz, die sich jedoch alle in der süd-östlichen Region befinden. Daher bestand ein großer Bedarf für ein stationäres Hospiz in der nördlichen Region .Das Hospiz-Christophorus befindet sich im Zentrum der Gemeinde Schmelz am Rathausplatz im Vitarium Therapiecentrum. Die Lage wurde aus zwei Aspekten heraus gewählt. Einerseits die zentrale Anbindung an die Infrastruktur des Ortes und an das Vitarium mit seinem hohem medizinischen Versorgungsgrad. Die gelegentlich dort stattfindenden Veranstaltungen werden nach Befragung von Palliativpatienten und Palliativärzten als nicht störend sondern auch als Abwechslung empfunden. Auch die in der engen Nachbarschaft befindlichen Pflegeheime haben die Erfahrung gemacht, dass gerade Menschen, die sich in einer finalen Lebensphase befinden nicht bereits abgeschnitten sein  wollen vom Leben und von dem was um sie herum passiert. Wir sehen unsere Aufgabe einzig und allein darin die Wünsche dieser Menschen zu erfüllen. 

 

Träger:

Das Hospiz Christophorus ist in Form einer gemeinnützigen GmbH als Non-Profit Unternehmen organisiert. Die Gesellschafter bringen gemeinsam alle Expertisen mit. 

Frau Elke Schorr als Hospizleitung bringt jahrelange Erfahrung in der Versorgung von Palliativpatienten unter anderem eine Ausbildung zur Palliativ Care Fachkraft  mit.

Sie verfügt über  eine langjährige Leitungserfahrung im Bereich der Pflege und als Qualitätsmanagerin steht Sie auch für die hohen Qualitätsansprüche des Hospiz-Christophorus

Herr Dr. Schorr ist ausgebildeter Palliativmediziner und betreut seit langem im SAPV Bereich schwerkranke Menschen. Er ist Gründer des größten Ärztenetzwerks für Palliativmedizin im Saarland mit insgesamt 14 Palliativärzten.

Dr. Mike Packheiser führt die laufenden Geschäfte mit der Verwaltung und ist Ansprechpartner für externe Partner. Er hat in seiner früheren Tätigkeit als Key Account Manager mehrere Palliativnetze in Ihrem Aufbau beraten und unterstützt.

Dr. Mike Packheiser: „Ich arbeite seit Jahren mit palliativen Strukturen bundesweit zusammen und habe erkannt wie wichtig es ist, schwerkranke Menschen am Lebensende adäquat zu begleiten Um deren Wünsche und Werten zu begegnen, gehört dazu auch eine reibungslose Versorgung über die Schnittstellen der verschiedenen Versorgungsebenen hinaus. Dies wollen wir durch das ergänzende Angebot unseres Hospizes ermöglichen.“

Unser Konzept:

Im Mittelpunkt steht immer der Dienstleistungsprozess als ganzheitliche Versorgung des sterbenskranken Menschen und die Begleitung der Angehörigen. Dieser Prozess bezieht sich auf die medizinische und die pflegerische Versorgung.

Das Hospiz Christophorus verfügt über 12 Patientenzimmer und 2 Gästezimmer. Die Patientenzimmer sind alle Einzelzimmer mit eigener Nasszelle. Alle Zimmer sind mit warmen Farben und sehr hell eingerichtet. Daneben gibt es alle erforderlichen Funktionsräume. Ein würdig „konfessionsneutral“ gestalteter „Raum der Stille“ kann von jedem Patienten genutzt werden. Im Erdgeschoss befindet sich ein großer Saal, welcher für Veranstaltungen und Feiern unterschiedlichster Art zur Verfügung steht. Eine Übernachtungsmöglichkeit für Angehörige im Hause wird grundsätzlich angeboten.

Das Hospizkonzept des Hospiz Christophorus in Schmelz wird durch die sogenannte Palliative Care, die ganzheitliche Betreuung Sterbender und ihrer Familien, in die Praxis umgesetzt. Ein multiprofessionelles Team versorgt die Sterbenden im stationären Hospiz und schafft in einer Atmosphäre der Anerkennung, Ruhe und Würde die Möglichkeit, das Leben unter größtmöglicher Selbstbestimmtheit in Frieden und ohne Leid zu beenden. Voraussetzung dafür ist eine größtmögliche Linderung der körperlichen Probleme (Schmerztherapie und Symptomkontrolle) sowie eine intensive psychosoziale Begleitung des Patienten und seiner Angehörigen. Hierzu stehen neben den examinierten Pflegefachkräften ständig Palliativärzte zur Verfügung. Das Pflegeteam arbeitet auf hohem Niveau mit den Palliativärzten zusammen. Dabei werden soziale und ethische Gesichtspunkte ebenso berücksichtigt wie individuelle Bedürfnisse und Besonderheiten des jeweiligen Menschen Raum gegeben. Die Versorgung berücksichtigt gleichermaßen die vier wesentlichen Bereiche der Bedürfnisse des Sterbenden: körperliche, psychische, soziale und geistig-seelische Bedürfnisse. Mit eingebunden in die umfassende Versorgung sind immer auch Angehörige des Patienten. Sie bedürfen der besonderen Aufmerksamkeit des Pflegeteams und werden gestützt und begleitet, gleichsam getragen durch die schwere Zeit des Abschiednehmens von einem wichtigen Menschen. Die Palliativbetreuung endet nicht mit dem Tode des Hospizpatienten. Einerseits leistet das stationäre Hospiz auch die Fürsorge für den Leichnam, indem ein würdiges Abschiednehmen in entsprechendem Rahmen mit oder ohne geistlichen Beistand und ohne jeden Zeitdruck für die Angehörigen ermöglicht wird. Andererseits bietet das Team Gesprächsrunden und Begegnungsmöglichkeiten für Trauernde an, die den Hinterbliebenen helfen können und eine Rückkehr an den Ort des Sterbens ermöglichen.

Menschen definieren Lebensqualität intensiv über Qualität, Abwechslungsreichtum und Appetitlichkeit der Ernährung. Wichtig für Menschen am Lebensende ist, dass größtmögliche Individualität an Speisen ermöglicht wird. Ein reichhaltiges Vorratsangebot ermöglicht es jederzeit Mahlzeiten zuzubereiten. Sollte etwas nicht vorhanden sein werden Hauswirtschafter die Lebensmittel jederzeit sofort besorgen, um am gleichen Tage noch Wünsche der Patienten zu realisieren. Somit ist im Hospiz Christophorus Wunschkost zu jeder Tages- und Nachtzeit möglich. Das Essen wird in der Wohnküche oder im Zimmer der Patienten angeboten. Dabei entscheidet jeder Patient zu jeder Mahlzeit, was er wann und wo essen möchte. Die Verpflegung von Angehörigen ist zum Selbstkostenpreis selbstverständlich möglich.

Die spirituelle Begleitung im Hospiz Christophorus richtet sich an die Sterbenskranken, ihre Angehörigen sowie an die Mitarbeiter/innen. Unabhängig von ihrer Weltanschauung, Religion und Konfession zielt die spirituelle Begleitung darauf ab, durch Gespräch, Beratung und Rituale, die Befähigung für die eigene Seele zu sorgen, zu stärken oder wiederzuerlangen. Jeder Mensch hat seine je eigene spirituelle Bedürftigkeit und Ausrichtung. Dieser wird im Hospiz Christophorus angemessen begegnet. 

Das Ehrenamt ist ein wesentlicher Bestandteil der Hospizarbeit. Ehrenamtliche Mitarbeiter/innen übernehmen vielfältige personen- und sachbezogene Aufgaben im ambulanten und stationären Bereich: Wesentlich ist eine exzellente Betreuung der Ehrenamtlichen, die geführt und sinnvoll zum Einsatz gebracht werden. Ein/e Mitarbeiter/in koordiniert den Einsatz des Ehrenamtes.

 Weitere Informationen und Stellenbeschreibungen finden Sie auf unserer Homepage

 

http://www.hospiz-christophorus.de

 
 
 
 
 
 
 
 
 


 

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